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Polis - noch immer dominieren Ruhe und Beschaulichkeit

Sonntag, den 30. März 2008

Polis, einst das antike Stadtkönigtum Marion, einst ein verschlafenes Dorf am Meer gelegen und vom Tourismus kaum entdeckt. Das malerische kleine Städtchen befindet sich am nordwestlichen Ende Zyperns und ist etwa 30 Kilometer von Paphos entfernt.

Rund dreieinhalb Stunden dauert der Flug nach Paphos. Mit dem Taxi sind es dann noch einmal etwa 30 Kilometer bis nach Polis. Große Hotelanlagen wurden in Polis vermieden. Die Stadt hat wurde zum Glück noch nicht in Richtung Meer weiter gebaut, so dass der lange und nicht überlaufene Sand- und Kieselstrand noch viel ungestörte Ruhe bietet. Sehr angenehm ist es auch, dass, im Gegensatz zu anderen Tourismusgebieten, alle Strände frei zugänglich sind. Zwischenzeitlich haben sich die Restaurants und Geschäfte auf den Tourismus eingestellt, seinen Identität hat Polis trotzdem behalten.

Das Städtchen gehört heute noch zu den Geheimtipps der individuell Reisenden. Früher waren es die Rucksacktouristen, die Polis zu einem ihrer Zentren machten. Aber diese Zeit ist auch vorbei, denn der Individualreisende stellt heute andere Ansprüche - und die werden ihm in Polis erfüllt.

Heute ist man ganz auf Tourismus eingestellt. Mitten im Dorf befindet sich eine kleine, aber feine Fußgängerzone mit Cafés, Pubs und kleinen Läden. Es wurde und wird viel gebaut, aber immer darauf geachtet, dass das Gesamtbild der Stadt erhalten bleibt.

Ganz in der Nähe von Polis liegt eine archäologische Ausgrabungsstätte. Und ein Tagesausflug nach Paphos sollte unbedingt auf dem Programm stehen: ein in der Tat einmaliger Hafen, die Königsgräber mit dem Archäologischen Museum und noch viele andere Sehenswürdigkeiten.

Für diesen Ausflug sollte man sich einen Roller oder ein Motorrad mieten und auf der alten Straße nach Paphos fahren. Die Aussichten sind einfach fantastisch. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, müssen Sie unbedingt an der Eselfarm Station machen, die etwa 15 Kilometer von Polis entfernt ist. Ein Eselsritt wird Ihre Kinder begeistern. Aber schon das Füttern macht Spaß, die Äpfel bekommt man in dem dazugehörenden Laden.

Polis selbst grenzt direkt an das Naturschutzgebiet Akmamas, mit einer für Mitteleuropäer höchst interessanten Flora und Fauna, mit verwunschenen Bergdörfern, die man unbedingt erkunden muss. Hier findet man auch Relikte aus uralter Zeit: seltene Mufflons, die in den Wäldern überlebt haben.